Juppenwerkstatt Riefensberg
Führung durch die aktuelle Ausstellung
10 Uhr / DAUER 75 Minuten
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Ausstellung Falten, Krausen, Plissee

Trachten vor und hinter dem Arlberg

Die Juppenwerkstatt in Riefensberg widmet die diesjährige Sonderausstellung ganz dem Thema Falten, Krausen, Plissee und wagt auch einen Blick über den Arlberg.

 

Neben der Bregenzerwälder Juppe werden Trachten aus der Europaregion Tirol gezeigt. Nicht erst heute sind der Kreativität in der Faltenbildung kaum Grenzen gesetzt. Neben dem schwarzen Glanzleinen der Bregenzerwälder Juppe werden weißes Leinen, Wollstoffe, Seide, Klöppelspitzen gereiht, gezogen, in Falten gelegt und plissiert.

 

Falten bringen Form in ein Kleidungsstück. Falten und Krausen schaffen Weite, bändigen Stofffülle, unterstreichen Körperlichkeit, drücken barocke Festlichkeit und Lebensfreude aus. Geschichte und Geschichten zu den ausgestellten Stücken vermitteln einen spannenden Einblick in ihre Entwicklung. Gegenüberstellungen und Vergleiche versuchen den Einfluss der Mode zu rekonstruieren.

Ausstellung foultô

Ulrike Maria Kleber. Transferdrucke und Prägungen

Unter dem Titel „foultô“, übersetzt „falten“, zeigt die Juppenwerkstatt aktuelle Arbeiten der aus Schwarzenberg stammenden Künstlerin Ulrike Maria Kleber. Es sind Transferdrucke und Prägungen, reduzierte Arbeiten, die Fragmente der traditionellen Bekleidungskultur des Bregenzerwaldes erkennen lassen. Mitunter werden sie als Sequenzen einer Druckabfolge gezeigt, die dem Zufall Raum geben. Die Suche nach Nuancen erfordert die Pflege des sich Zeitnehmens. Die Juppenwerkstatt bietet einen guten Rahmen dafür.

 

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Ulrike Maria Kleber: Juppôstuck

Ausstellung Glanz und Stolz

Die Gürtelschließen der Wälderinnen

Der Gürtel ist ein altes Kleidungsstück. Er hält das Gewand in Form, betont die Silhouette und ist modisches Zubehör. Wer eine Bregenzerwälder Juppe trägt, trägt auch einen Gürtel. Gürtel mit ihren wertvollen einteiligen oder dreiteiligen Schließen sind der Stolz der Frauen und zugleich Statussymbol. Viele der heute getragenen Schnallen sind Erbstücke, die über Generationen weitergegeben wurden und so die Erinnerung an Mütter, Großmütter oder Urgroßmütter wachhalten.

 

An die 250 Jahre Goldschmiedekunst einer Talschaft lassen sich an den Gürteln darstellen. Der weitaus größte Teil der Schließen ist in Silber gefertigt und teilweise vergoldet. Vereinzelt wurden Rubine, Granate, Korallen oder bunte Glassteine eingearbeitet. Nicht jede Frau, die sich mit einem teuren Gürtel präsentierte, war wohlhabend. Gar manche Bregenzerwälderin sparte hart und arbeitete lange, um sich so ihr kostbares Accessoire beim Goldschmied leisten zu können.

 

Stieg der Preis für Edelmetalle, wurden die Schnallen kleiner. In Zeiten der Ressourcenknappheit griff man auch auf weniger hochwertige Materialien zurück. Generationen von Goldschmieden erzeugten Schnallen für die Bregenzerwälder Juppe. Viele von ihnen gaben ihre Handwerkskunst innerhalb der Familien weiter und entwickelten sich zu Meistern ihres Faches.

 

Die Gürtelschnallen sind meist aufwändige Filigranarbeiten. Sie werden noch immer im Bregenzerwald oder von BregenzerwälderInnen erzeugt – nach alter Handwerkskunst, die die Region mit anderen Kulturräumen verbindet.

 

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Goldschmiede Gassner, Egg

&
Bartle. Üser Wirtshus
12 Uhr / DAUER circa 2 Stunden
Traditionelles Bregenzerwälder Mittagessen
Gulasch vom Naturparkrind mit Spätzle
&
Werkraum Bregenzerwald
Andelsbuch
International renommierte Plattform regionaler Handwerksbetriebe mit vielfältigem Spektrum an Aufgabenbereichen
14.15 Uhr / DAUER 50 Minuten

Durch die architektonische Qualität des Werkraumhauses von Peter Zumthor sowie das innovative Ausstellungsprogramm etablierte sich die Einrichtung in den vergangenen Jahren zu einem touristischen Publikumsmagnet.
Package € 38,50 / Person